Dienstag, 11. Juli 2017

Für gewöhnlich…


…bin ich ja ein eher gutgläubiger Bürger. Ich zahle Steuern, gehe wählen und halte nicht viel von Verschwörungstheorien. Die Bilder vom G20-Gipfel aus Hamburg haben mich aber zu folgenden Gedanken veranlasst.


Ein chinesisches Sprichwort sagt: „Mögest Du in aufregenden Zeiten leben.“  Zumindest für unsere Generation hat sich das wohl bewahrheitet. Ich glaube man kann die aktuellen Jahre durchaus als aufregend bezeichnen.

Einerseits ist es ja gut, dass sich die mächtigsten Regierungen der Welt zusammensetzen und über die großen Probleme der Menschheit beraten. Sei es nun das Welthunger-Problem, die Flüchtlingsbewegungen, die Kriegsherde der Welt oder die Weltwirtschaft. Es gibt nun mal keine Option die Dinge mit Gewalt zu regeln, also kann man sie nur durch ständigen Dialog und permanente Verhandlungen versuchen in den Griff zu bekommen.

Auf der anderen Seite haben wir die G20-Kritiker, die nicht zu Unrecht die Frage aufwerfen, ob diese G20-Treffen nicht ein riesiges, äußerst kostspieliges Theater sind?

Wir leben in einer Zeit wo sich Meinungen und Stimmungen vielfach bis auf Ebene des Individuums detektieren und teilweise auch Manipulieren lassen. Wo es früher nur möglich war gewissen Meinungsströmungen innerhalb einer Gesellschaft zu erkennen, kann man nun oft bis auf den Einzelnen vorhersagen wie er wählen wird. Und nicht nur das, man kann seine Entscheidung auch beeinflussen. Ist Euch mal aufgefallen, dass ihr manchmal gefragt werdet ob ihr einen bestimmten Artikel in der „personalisierten Form“ lesen wollt? 

Das Geschäft heißt „Big Data“ und basiert darauf, dass einfach alles was ins Internet hoch oder unter geladen wird eine Registrierung und Auswertung unterliegt. Seit ich vor kurzem eine Kinderfahrrad für meinen Sohn gekauft habe, bekomme ich laufend Werbung für Kinderfahrradhelme. Irgendwo hat ein Algorhythmus erkannt, dass sich offenbar ein Kind habe und durch das Fahrrad schon bald Bedarf für einen Kinderfahrradhelm haben werde. 

Was in der Werbeindustrie funktioniert natürlich auch in der politischen Werbung. Irgendwo hat irgendeine Datenbank genau gespeichert welche Artikel und Medien ich im Internet angesehen habe. Wie einfach ist es da, mir gezielt Artikel zu Fahrradunfällen von Kindern zuzuspielen. Solange bis ich glaube dass 90 Prozent aller Kinder beim Radfahren von Autos totgefahren werden und ich lieber schnell einen Kinderfahrradhelm bestelle. 

Bei einem Kinderfahrradhelm mag das noch kein Problem sein. Wenn ich einen Helm kaufe und mein Kind hat nie einen Unfall ist das kein großes Problem. Aber was wenn man meine politische Meinung auf diese Weise genauso gut beeinflussen kann?   Natürlich kann man das. Ich bekomme nur noch die Artikel über den Despoten Erdogan, die Medien sind voll davon. Er MUSS ein Diktator sein, der neue Hitler, anders geht es gar nicht, oder? Kann es sein, dass ich die anderen Artikel, in denen steht was Erdogan alles für die Türkei erreicht und geschaffen hat gar nicht zu sehen kriege?
Und wenn mir diverse Artikel noch nicht ausreichen um meine Meinung zu festigen, dann tun es unzählige Kommentare in den Zuschriftenspalten, die im Internet schon lange zu einem nicht unerheblichen Prozentsatz von Bots, also autonom agierenden Computerprogrammen, erstellt werden. Für mich entsteht aber der Eindruck als habe halb Deutschland eine ziemlich sichere Meinung zum Thema Erdogan. So ein Bot kostet garnichtmal so viel. Für 200,- spamt mir ein Bott das Internet mit Kommentaren zu deren Botschaft lautet „Cori ist toll und sie hat viele, viele Fans!“.

Die Besorgnis erregende Frage für mich ist nun aber folgende: Allgemein sagt man, dass es immer dann eine Revolution und einen Umsturz gibt wenn die Diskrepanz zwischen herrschender und begüterter Klassen und der beherrschten und armen Klasse zu groß werden und der Leidensdruck eine gewissen Schwelle überschreitet.

Doch wie ist das heute? Ist unser Prekariat überhaupt noch zu einer Revolution fähig? Revolutionen werden ja meistens nicht geplant. Im normalen Fall ergeben sie sich plötzlich einfach. Plötlich ist durch ein Ereignis eine bestimmte Aufregung da, diese trifft auf eine erwartende Grundstimmung im Volke und schon hat man eine Revolution. Aber kann es nicht sein, dass solche Bewegung, eine revolutionäre Grundstimmung heute einfach bereits im Keim erstickt wird?

Sind nicht vielleicht die terroristischen Bewegungen und die linksautonomen Gewaltexzesse von Hamburg genau das was noch von einer „Revolution“ übrig geblieben ist? Bitte, versteht mich nicht falsch. Ich befürworte dieses Verbrechertum nicht. Ich denke auch, dass der Terrorismus rein garnichts bewirken wird und bewirken kann außer Zerstörung zu schaffen und Hass zu sähen.
Aber ich gehe davon aus, dass diese Bewegungen und Gruppierungen nur deshalb soviel Zulauf haben weil junge Menschen auf der ganzen Welt irgendwo spüren, dass sie langsam aber stetig verarscht werden. Ob dieses Gefühl der Wahrheit einspricht oder nicht sei bitte auch einmal außen vor gelassen. Aber es gibt genug Dinge die einen glauben machen, dass es tatsächlich so ist.

Jemand der heute in Berlin mit der Maurerkelle in der Hand ein Haus baut, weiß ganz sicher, dass er nie in seinem Leben eines dieser Häuser wird kaufen können um darin zu wohnen. Wir haben Expertisen die sagen dass jeder der nach 1990 geboren ist, vom Immobilienmarkt Deutschland ausgeschlossen ist. Wir haben Menschen die 5 Jobs haben müssen um irgendwie ihr Lehramtsstudium zu finanzieren und die am Ende private Nachhilfe geben, weil ihr Bundesland gerade keine Lehrer mehr einstellt. Wir haben die Generation Praktikum, die sich von eine Praktikum zum nächsten hangelt ohne je irgendwo einen Ausbildungsplatz oder gar einen Job zu bekommen.
Aber im Fernsehen sehen wir laufend Gewinner. Gewinner von Wer wird Millionär, Lottogewinner, clevere Studenten die abgelaufene Lebensmittel aus Supermärkten abholen um am Essen zu sparen und alle feiern ihre großartige Idee. Aber am Ende ist es auch nichts anderes, als dass sie davon leben müssen was andere wegwerfen. Wir sehen Start-up-Gründer, Sieger von Germany’s next Topmodel, Sieger von DSDS. Die Wahrheit aber ist, dass die aller meisten von uns keine Models werden, keine Rockstars und keine Youtube-Stars. Die meisten Menschen sind heute froh wenn sie einen Beruf lernen können, sich in diesem Beruf totschuften dürfen und es am Ende zur 2,5 Zimmer Mietwohnung, zum heiraten und vielleicht einem Kind reicht. Urlaub kann man auch günstig im Elbsandsteingebirge machen. 

Aber jedem von uns wird durch die Medien eingetrichtert: Du bist doch selber Schuld, Du könntest ja auch ein cleveres Internetgeschäft aufmachen. Und so erstickt der große Umsturz und der mächtige Ruf nach Gerechtigkeit in Selbstzweifel und stillem Ärger.

Daher meine Frage an Euch: Glaubt Ihr dass unsere Gesellschaft überhaupt noch zu nennenswerten Umstürzen fähig ist oder sind wir inzwischen so manipulierbar, dass man uns einfach dazu bringen kann dass wir freiwillig auf einen Umsturz verzichten. Immerhin hat man ja bei der Wahl von Donald Trump und dem Brexit gesehen dass es manchmal eben doch anders läuft als erwartet.

In diesem Sinne

Eure
Cori

Montag, 10. April 2017

Katu hat alles richtig gemacht...

...für die die sich nicht erinnern können. Vor langer Zeit gab es einmal eine Mitspielerin mit Namen Katu Savira! Sie war lange Zeit die Se unserer Gruppe, der Pyrana, stieg dann zur En auf und war plötzlich verschwunden. Zwar ermöglichte dieses meinen eigenen Aufstieg zur En, doch mir wäre es lieber gewesen dass Katu weiter dagewesen wäre.

Nun ist die Zeit gegollen wo auch ich seit langer Zeit einfach weg bin. Ziviel ist in meinem RL-passiert, als dass ich ausreichend Zeit für Second-Life oder Gor hätte. Ich bin im Gegenteil schon sehr froh wenn ich es einmal im Monat zu einem PnP-Rollenspiel schaffe. Was soll ich sagen, das Leben als Alleinerziehende ist eben kein Ponyhof.

Katu aber, um die geht es ja in dem Post, hat aber alles richtig gemacht. Sie kam so gefühlt jedes Jahr einmal vorbei und schaute Nach ob es die Pyrana noch gab. Ich bin nun auch seit über einem Jahr aus SL weg und ich muss sagen, ich vermisse zwar die abendlichen Gespräche mit meinen engsten Freunden (Ja, liebe Loo, ganz besonders Du bist gemeint!) aber ich vermisse das Spiel, Second Life, nicht mehr. Im Gegenteil ich habe einen richtigen Widerwillen entwickelt wenn ich abends doch mal Zeit hätte mich einzuloggen.

Insgesamt glaube ich, dass ich einfach viel zu spät den Absprung geschafft habe. Während auf mich eigentlch nur jeden Tag ein schmezender Haufen von Gortrümmern wartet, hatte Katu noch mehrere Jahre lang veränderungen und Entwicklungen die sie beobachten konnte.

Was mich wirklich umtreibt ist die Frage ob es die Pyrana noch gibt und wenn Ja, wie sie sich so schlagen?

Vielleicht logge ich mich ja doch mal wieder ein.   

In diesem Sinne

Eure
Cori

Dienstag, 27. September 2016

Seid nett zueinander



Die Meldung ist zwar schon einige Tage alt, aber ich finde sie so herrlich skuril, dass ich sie gerne noch einmal repetieren möchte:

Forscher der Universität von Pennsylvania haben in einer großen Studie festgestellt, dass Menschen die im Internet oft Fluchen ein höheres Risiko haben ein Herzinfarkt zu erleiden.

Wer also auf Twitter, Facebook und Co. häufig das böse F-Wort oder dessen Varianten benutzt hat ein deutlich erhöhtes Risiko einen Herzinfarkt zu erleiden. Das gleiche gilt für andere Schimpfwörter. Erstaunlich ist, dass nach der Studie sich ein positives Vokabular, also Worte wie „wunderbar“, „gut“, „gute Gelegenheit“ sich gesundheitsfördernd auswirkt und das Risiko für Herzinfarkte senkt.

Die Bedeutung dieses Risikofaktors wird sogar höher eingeschätzt wird als zum Beispiel Rauchen und Bluthochdruck zusammen!  Die Studie soll so valide sein, dass es sogar schon Krankenversicherer gibt die erwägen ob man ein solches „Fluchverhalten“ im Internet mit höheren Beitragssätzen belegen kann.

Ich frage mich zu der Studie allerdings ob nicht bei vielen der Internetflucher, auch die anderen Risikofaktoren, also Rauchen, Diabetes, gestörte Fettstoffwechel und Bluthochdruck zusammen kommen? Wer sich wegen einem Diabetes oder hohem Blutdruck permanent schlecht fühlt neigt natürlich auch dazu verbal viel früher aus der Rolle zu fallen.

Also wäre es in diesem Fall wohl hilfreich wenn man entweder nur noch Nettigkeiten schreibt oder auf das momentan sehr im Trend liegende Darknet ausweicht. Die dritte Möglichkeit ist einfach gar nichts im Internet zu posten. 

In diesem Sinne bleibt gesund!

Eure Cori

Samstag, 6. August 2016

Heute Nacht…



Sind die Olympischen Spiele in Rio de Janairo eröffnet worden und die Welt sieht zu. Aber selten waren olympische Spiele von so vielen Skandalen im Vorfeld überschattet. Zum einen haben wir da die Unzufriedenheit der Brasilianer die nicht verstehen wie ein Milliardenprojekt wie Olympia gestemmt werden kann wenn man auf der anderen Seite kein Geld für Schulen, Krankenhäuser oder zur Sanierung der Favelas ausgeben will oder kann. Die Proteste gegen dieses Megaevent waren hinreichend thematisiert worden. Besonders peinlich dabei, dass man bei den Bauarbeiten nicht mal rechtzeitig fertig geworden ist und offenbar ähnlich skandalös gebaut wurde wie beim BER in Berlin. Der Zustand des olympischen Dorfes soll ja katastrophal sein.

Doch das alles wäre zu verkraften. Es wäre zu verkraften wenn das Olympische Komitee (IOC) sich selbst und seiner Idee treu geblieben wäre. Die Idee von Olympia sagt doch eigentlich aus, dass sich die Athleten aller Länder, damals noch der hellenischen Stadtstaaten, zu friedlichen und sportlichen Wettkämpfen treffen. Während der Spiele schwiegen die Waffen und man bestaunte und respektierte die Leistungen aller Teilnehmer. Auch wenn jemand eine Sache nicht konnte, glänzte er eben in anderen Disziplinen. Man respektierte und bewunderte Ihn dafür dass er sich dem Wettkampf überhaupt stellte. „Dabei sein ist alles!“. Olympia war ein Fest der Versöhnung des Friedens und des Respektes. Es war als gelebte Völkerverständigung gedacht.

Doch was haben wir heute? Der Sport ist heute keine Nebensache mehr die einige Leute machen weil es ihnen eben Freude macht. Sport ist eine Industrie. Ähnlich wie In Hollywood werden im Leistungssport Legendenproduziert. Benjo Maso hat in seinem Buch „Der Schweiß der Götter“ am beispiel des Radsportes sehr einleuchtend aufgezeigt in welchem Dilemma der Moderne Leistungssport derzeit steckt.

276 Russische Sportler dürfen in Rio an den Start gehen. Eine ganz beachtliche Zahl für ein Land das soeben des „Staatsdopings“ für schuldig befunden wurde. D.h. einem Land indem man davon ausgehen muss das JEDER Sportler der in der Spitze seines Landes steht mit diesem Dopingsystem Kontakt hatte.

Das IOC hat nun gesagt die Fachverbände sollen entscheiden wer gesperrt wird und wer nicht. Wohl wissend dass eine so hohe Zahl von Einzelfallprüfungen in der Kürze der Zeit nicht mehr zu bewältigen war. Die Welt schrie auf, man schämte sich für den IOC-Präsidenten fremd und zeigte sich allenthalben entrüstet.

Doch mal ehrlich, was erwarten wir, die Zuschauer denn eigentlich? Wir möchten gerne Spitzenleistungen sehen und wir möchten am liebsten die Sportler aus unserem Land gewinnen sehen. Die Veranstalter wissen das. Also sind sie daran interessiert, ähnlich wie ganz normale Zirkusbetreiber, Attraktionen anzubieten. Den schnellsten Mann der Welt, den Stärksten, eine Dressurreiterin deren Pferd Kopfstand machen kann oder sonst was.

Solange die Attraktion stattfindet fragt hinterher keiner wie sie ermöglicht wurde. Dieser Mechanismus lebt seit Jahrzehnten, wenn nicht gar Jahrhunderten. Auch über Deutschland wissen wir, dass vor der Olympiade in München vom deutschen olympischen Sportbund ganz klar vorgeben wurde wie viele Medaillen gewonnen werden müssen und dafür wurde gerade an die Pharmaindustrie und die Sportmedizin großzügige Finanzhilfen verteilt. Die Russen machen das so, die Amerikaner ebenfalls, nach der Olympiade in London ist es für England zumindest anzunehmen.

Es ist auch nicht so, dass die russischen Athleten um Welten besser sind als alle anderen. Somit muss man wohl vermuten dass auch bei den nicht russischen Athleten ein Haufen pharmakologisch getunter Freaks unterwegs sind. Die Russen haben also nichts anderes gemacht als alle anderen, nur haben sie sich eben dabei erwischen lassen.

Olympia bekommt also seine Attraktionen, auch wenn es diesmal eben weniger Russen sind. Das liegt im Sinne des Veranstalters. Denn nur wer eine gute Show bietet kann Werbung verkaufen und Übertragungsrechte und Eintrittskarten und so weiter. Das schlimmste was so einem Sportveranstalter passieren kann ist, dass eine Dopingagentur daher kommt und beweist dass alles nur Betrug war.

Man muss also konstatieren dass das IOC und die Welt-Antidoping-Agentur (WADA) sowas wienatürliche Feinde sind. Dadurch dass das IOC als Veranstalter eindeutig die größeren Einflussmöglichkeiten auf die eigene Veranstaltung hat ist anzunehmen dass man die WADA-Kontrolleure auch in diesem Jahr wieder effektiv wird ausbremsen können und die große Show reibungslos von der Bühne gehen kann.

Da kommt es ganz gelegen, dass es ein paar militante Proteste gibt, die man medienwirksam abbilden kann, dann achtet nämlich niemand mehr auf den eigentlichen Skandal.

Und der eigentliche Skandal ist, dass der Mord an der olympischen Idee durch die Inszenierer der olympischen Spiele selbst begangen wird und zwar aus reiner Geldgier.

Aus Geldgier werden alle vier Jahre Menschen aus Ihren Wohnunge verjagt um Platz für moderne Stadien zu schaffen. Nur aus Geldgier müssen alle vier Jahre irgendwo Leute Portestieren, Polizisten einschreiten, ein Heer von Journalisten, Trainern, Betreuern, Athleten und Funktionieren untergebracht werden und auch für sie alle notwendigen Sicherheitsvorkehrungen organisiert werden. Wer bezahlt das alles?

Du bezahlst das und ich und alle anderen Steuerzahler. Durch unsere Fernsehgebühren unsere Steuern unsere Eintrittskarten und die Bratwurst die wir uns im Stadion gönnen. Und für wen bezahlen wir das? Für einen Haufen geld- oder prestigegeiler alter Säcke!

Ganz ehrlich: Der einzige Grund warum ich Olympia doch hin und wieder sehen werde ist die Flüchtlingsmannschaft! Der ich die Daumen drücke und von der ich hoffe, dass sie die anderen in Grund und Boden laufen, springen, werfen, turnen oder schwimmen!

In diesem Sinne

Eure Cori    

Montag, 1. August 2016

Es geht voran!



Da schau einer an, es geht vorwärt’s nicht nur, dass wir mal eben die Trafficzahl unserer sim verdoppeln konnten, nein, ich hatte gestern auch gelich mal wieder ein kurzes aber sehr nettes RP.
Dabei traf ich am Steg von Talunaland, in Südland einen Fremden der dort nur herum saß um sich zu entspannen. Obwohl das RP mit ihm an sich sehr stimmungsvoll war und ich fast mal dazu gekommen wäre Cori’s innere Zerrissenheit darzustellen, so musste ich doch schnell bemerken, dass sich an Gor nicht viel verändert hat.

Mein Mitspieler tat gleich zu Anfang einen Ausspruch der deutlich macht wie Panthermädchen in SL-Gor gesehen werden:

XY dreht sich um … und sagt in ganz ruhigen Ton: „Du lass es einfach ich bin nicht in Stimmung mich wieder mit einer Pantherin  anzulegen da kommt eh nur Gebrüll und Ärger raus…“

Erfreulich ist zwar, dass er nicht die Pyrana explizit meinte, aber die Panthermädchen in ihrer Gesamtheit. Etwas das Pantherspielerinnen vor das alte Problem stellt: Entweder spielt man rollenkonform und versauert mehr oder weniger im Wald. Oder man geht aus und muss sich von jedem Heinz anhören wie falsch man spielt. Zumal, und das muss sich wirklich einräumen, die meisten Panther ja in Gefangenschaft eh nur Geschrei und Gezeter veranstalten.

Soweit ich informiert bin sollte man eigentlich als gefangenes Panthermädchen zunehmend auf rollig spielen da Frau ja laut Normanscher Theorie per se auch nicht anders als Männer völlig libidogesteuert ist. Soweit so gut, hätte auch fast geklappt. Hatte es mir sehr schön ausgedacht, ich locke ihn von der Öffentlichkeit am Talunas-Steg weg auf unser Land, dort gebe ich ihm gelegenheit mich einzusacken oder sacke ihn selber ein und hinterher wird es zu einem mehr oder minder erzwungenen Geschlechtsakt kommen, soweit der Plan.

Leider erfuhr ich, nachdem ich den Herren der Schöpfung überredet hatte mir auf unser Land zu folgen, dass dieser dort gebannt ist. Auch meien Einlassung gegenüber der Simleitung blieben erfolglos denn man bestand dort darauf der Deliquent möge selbst vorsprechen um Gnade zu erfahren.

Natürlich kann ich den Standpunkt der Simleitung nachvollziehen, denn auf seinem Land ist nun mal jeder Besitzer gern der Kapitän und hat das Recht zu entscheiden wer dort Gast sein darf und wer nicht.  Andererseits geht es mir natürlich mächtig auf den Keks wenn ich nun mit diesem Spieler mein RP nicht richtig weiter spielen kann, eben jemand anderes was gegen ihn hat. Solche Kleinigkeiten sind in SL einfach mal sehr sehr lästig und nervend aber auch das hat es vor einem Jahr schon gegeben und gibt es wohl auch weiterhin.

Wenigstens sind mir ein paar ganz hübsche Fotos geglückt die ich Euch gerne einstelle.


Fremder: Hört ein paar Schritt die sich nähern und setzt sich gemütlich auf den Stuhl und legt die Beine hoch.


Cori Panthar sieht den Mann am Steg und seine dunkle Kleidung. Ihr ist deutlich anzusehen, dass ihr der Fremde nicht geheuer ist. Auch die Tatsache dass er sich in Anwesenheit einer Jägerin so lässig auf den Stuhl am Steg setzt als gehöre ihm der ganze Fluss samt Wald lassen in ihren Augen entweder auf eine überhebliche Selbstsicherheit oder einr naive Dummheit schließen.

Cori Panthar zieht leise und rasch ihren Bogen: „Hey Du! Fremder!“



Fremder dreht sich um als sie so brüllen muss und sagt dann ganzruhigen Ton: „Du, lass es einfach. Ich bin nicht in Stimmung mich wieder mit einer Pantherin  anzulegen, da kommt eh nur Gebrüll und Ärger raus. Aber schöne Augen hast du ja, dass muss man Dir lassen.


Cori Panthar legt einen Pfeil auf die Sehne als der Fremde keine Anstalten macht auf ihre Aufforderung zu reagieren. Sie legt an zielt kurz und will gerade einen Pfeil auf das Fass abschießen auf dem der Mann seine Füße abgelegt hat, als er doch reagiert. Überrascht von dem Kompliment lässt sie die Waffe sinken: "Was soll das werden....willst....willst Du mich mit deinen schönen Worten verwirren? Sehe ich aus wie einen Kajira die sich über so etwas freut??"


Fremder dreht sein Kopf wieder zu ihr und mustert sie kurz: „Also nein, eine Kajira mit Bogen habe ich noch nie gesehen und nein, ein Kajira die brüllen muss kenne ich auch nicht. Sag mir doch lieber was du vor hast. Willst du mich legen und dann was um mein Hals legen? Willst mich verkaufen  oder was kommt Dir in den Sinn? Ich denke nicht das Du das machen würdest, denn wen eine so schöne blaue Augen hat  und bestimmt ein bezauberndes Lächeln,  kann sie doch nicht so schlimm und aggressiv sein.


Cori Panthar, die es offensichtlich gewohnt ist von Männern nicht weiter beachtet zu werden und auch vieles daran setzt ihre weiblichen Attribute möglichst wenig zur Schau zu stellen kann mit diesem Charme nicht umgehen und beschließt das Gespräch in eine andere Richtung zu lenken: "Was ich mit Dir vorhabe siehst Du schon früh genug, das verspreche ich Dir. Was willst Du hier? Weißt Du nicht dass dies Talunaland ist? Hier regieren die Bögen und Speere der Jägerinnen!


Fremder erhebt sich und geht auf sie zu, ganz langsam: „Also wenn das so ist, dann muss ich Dich doch beschützen vor diesen aggressiven Talunas, denn so eine zartes Wesen wie Dich  muss man doch einfach  gern haben. Wenn du magst gebe ich Dir auch mein Schwert, damit Du dich sicher fühlst“   Er stellt sich dann vor sie hin und versucht einen besseren Blick auf ihre Augen zu bekommen : „Tal“ sagt er leise,  „mein Name ist N.N. und dein Name ist?“


Cori Panthar geht einen Schritt zurück als der Mann näher kommt. Doch all die Sicherheit, all der tiefe Hass auf die Welt, das Leben, ihr Geschlecht und überhaupt alles, der ihr sonst Kraft gibt und jeden Schritt und jede Handlung mit der Prezison einer Maschiene führt, scheint verschwunden: "Ich...ich heiße Cori...." sammelt sie. "Du...Du solltest bleiben wo Du bist.....ich .....sonst schieße ich, ich kann auf mich allein aufpassen."


Fremder schaut abermals zu ihr und kratzt sich am Kopf: „Das glaube ich, dass du dies kannst und bestimmt bist du auch gut darin, aber lass mir Dir eins sagen. Hätte ich gewollt Dir Leid zuzufügen oder sonst was, dann hätte ich dies schon längst getan genauso wie du Cori. Also steck den Bogen  weg und  lass uns reden ich bin interessiert was es hier alles so gibt.


Cori Panthar steckt tatsächlich ihren Bogen zurück und in die provisorische Halterung in dem Schultergurt und, überlegt und sagt schließlich: "Genaugenommen gibt es hier eigentlich...nichts."


An dieser Stelle betritt meine Stammesschwester Katu die Bühne:


Katu Savira sieht sich um und geht erst mal ein paar Schritte von den Kerl und der Frau (eine andere Spielerin) weg.


Cori Panthar bemerkt Katu und vergisst vor lauter Überraschung erstmal sowohl den Mann der sich offenbar doch nicht als so große Gefahr herausgestellt hat wie angenommen und auch die Frau welche fast mit demselben Schmugglerfloß angekommen ist wie Katu.


Katu Savira zählt ersmal ihre Pfeile und prüft ob das Messer da und leicht zu ziehen ist. Sie sieht sich um und geht erst mal ein paar Schritte von den Kerl und der Frau (eine andere Spielerin) weg 

Cori Panthar bemerkt Katu und vergisst vor lauter Überraschung erstmal sowohl den Mann der sich offenbar doch nicht als so große Gefahr herausgestellt hat wie angenommen und auch die Frau welche fast mit demselben Schmugglerfloß angekommen ist wie Katu.


Katu Savira zählt erst mal ihre Pfeile und prüft ob das Messer da und leicht zu ziehen ist.

Fremder schaut zu Cori und sagt: „Doch hier gibt es etwas, was es kaum noch wo gibt: Ruhe einfache Ruhe  ab und zu kommen zwar nervöse junge  Talunas vorbei und motzen schimpfen  oder wollen Wegezoll haben, aber sonst ist es hier sehr schön


Katu Savira sieht den kerl an und denk sich: „Ruhe? Ruhe sanft…“. Sie läßt die Finger über die Federn der Pfeile gleiten. Abwartend beobachtet sie Cori.


Fremder schaut zu der die gerade aus den Boot gekrabbelt ist: ,,Tal,  na alles am rechten Fleck?“ Er schaut dann wieder zu Cori: „Also wenn du nix dagegen hast, werde ich mich wieder hinsetzen und die Ruhe hier genießen. Wenn du magst setzte Dich dazu und entspanne Dich.“


Cori Panthar muss nun etwas schmunzeln da sie von dem Fremden aus ihren Gedanken gerissen wird: "Nun NAME, das hier ist meine Schwester". Sie deutet auf Katu. Sie hat mich ausgebildet. Wir haben Dinge zusammen erlebt die heute in den Liedern besungen werden an den Lagerfeuern unter den Monden. Ich würde Dir gerne etwas Zeigen, wenn es Dir um Ruhe geht. Traust Du dich oder hast Du Angst vor uns?
 

Dann zogen Katu und ich in Richtung unseres Lagers los und da war das Spiel aus den oben genannten Gründen zu Ende....aber wenigstens gibt es noch RP und ich habe meien Schwester Katu wieder gefunden.


In diesem Sinne
Eure Cori